Was ist der Breitengrad?
Der Breitengrad beschreibt die Lage nördlich oder südlich des Äquators. Der Äquator hat 0°, die Pole liegen bei 90° Nord beziehungsweise 90° Süd. Breitenkreise verlaufen parallel zum Äquator. Deutschland befindet sich ungefähr zwischen 47° und 55° nördlicher Breite.
Was ist der Längengrad?
Der Längengrad beschreibt die Lage östlich oder westlich des Nullmeridians von Greenwich. Seine Werte reichen bis 180° Ost oder West. Deutschland liegt ungefähr zwischen 6° und 15° östlicher Länge. Gemeinsam bilden Breitengrad und Längengrad ein Zahlenpaar für einen Punkt auf der Erde.
Die richtige Reihenfolge
Bei den meisten Online-Karten wird zuerst der Breitengrad und danach der Längengrad eingegeben, zum Beispiel 52.520008, 13.404954. Manche Geodatenprogramme verwenden jedoch die Reihenfolge X/Y beziehungsweise Längengrad/Breitengrad. Wird das Paar vertauscht, landet der Marker an einem anderen Ort oder außerhalb des gültigen Bereichs. Prüfen Sie deshalb immer die Dokumentation der Quelle.
Nord, Süd, Ost und West
In Dezimalgrad werden südliche Breitengrade und westliche Längengrade negativ geschrieben. In DMS und DDM stehen stattdessen die Buchstaben N, S, E und W. Ein Wert sollte nicht gleichzeitig ein negatives Vorzeichen und einen widersprüchlichen Richtungsbuchstaben enthalten.
Genauigkeit der Nachkommastellen
Mehr Nachkommastellen beschreiben einen Punkt feiner, machen eine ungenaue Ausgangsmessung aber nicht automatisch genauer. Der Genauigkeitsradius des Geräts und die Qualität des Karteneintrags bleiben entscheidend. Für Treffpunkte oder Standortfreigaben sollte der Punkt deshalb zusätzlich visuell auf der Karte geprüft werden.
Deutschland als Plausibilitätsrahmen
Orte in Deutschland liegen grob zwischen 47 und 55 Grad nördlicher Breite sowie 5 und 16 Grad östlicher Länge. Ein positiver Breitengrad nahe 52 und ein positiver Längengrad nahe 13 passt beispielsweise zu Berlin. Werte mit westlicher Länge oder südlicher Breite können für einen deutschen Standort nicht plausibel sein.