Koordinatenformate sicher umrechnen
Ein Standort lässt sich in verschiedenen Schreibweisen angeben. Dezimalgrad ist für Kartenlinks und viele Smartphone-Apps besonders praktisch. DMS zerlegt den Wert in Grad, Minuten und Sekunden; DDM verwendet Grad und Dezimalminuten. UTM beschreibt eine Position mit Zone, Ostwert und Nordwert. Der Rechner überträgt die eingegebenen Werte in die jeweils anderen Formate und zeigt den berechneten Punkt zur Kontrolle auf der Karte.
Reihenfolge und Vorzeichen beachten
Bei geografischen Koordinaten steht üblicherweise zuerst der Breitengrad und danach der Längengrad. In Dezimalgrad sind Werte südlich des Äquators und westlich des Nullmeridians negativ. Bei DMS und DDM übernehmen die Richtungsbuchstaben N, S, E und W diese Funktion. Ein vertauschtes Zahlenpaar oder ein fehlendes Minuszeichen kann den Kartenpunkt um Tausende Kilometer verschieben.
UTM-Angaben vollständig eingeben
Für eine UTM-Umrechnung reichen Ost- und Nordwert allein nicht aus. Auch Zone und Hemisphäre müssen bekannt sein. Prüfen Sie diese Angaben an der Quelle, bevor Sie das Ergebnis weiterverwenden. Bei älteren Karten kann zusätzlich ein anderes geodätisches Bezugssystem als WGS84 angegeben sein; eine reine Formatumrechnung ersetzt dann keine fachgerechte Datumstransformation.
Ergebnis auf der Karte prüfen
Vergleichen Sie den berechneten Punkt mit Ort, Straße oder Landschaftsmerkmalen. Rundungen in der Ausgangskoordinate können die Position leicht verschieben. Für Wanderungen, Treffpunkte und allgemeine Kartenarbeit ist die Umrechnung hilfreich. Für Kataster, Vermessung, Luftfahrt oder andere sicherheitskritische Aufgaben sind jedoch die dafür vorgesehenen Fachsysteme und amtlichen Daten zu verwenden.
Kontrollfall Berlin
Geben Sie 52.5200 als Breitengrad und 13.4050 als Längengrad ein. Der DMS-Wert muss ungefähr 52° 31′ 12″ N und 13° 24′ 18″ E ergeben. Liegt der Kartenpunkt außerhalb Berlins, wurden meist Achsen vertauscht, Sekunden als Dezimalminuten interpretiert oder Ost und West verwechselt.